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Erbschaftssteuersätze


Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) § 19 Steuersätze (1) Die Erbschaftsteuer wird nach folgenden Prozentsätzen erhoben: Wert des steuerpflichtigen Erwerbs (§ 10) bis einschließlich … Euro Prozentsatz in der Steuerklasse I, II und III bis 75 000: 7% 15% 30% bis 300 000: 11% 20% 30% bis 600 000: 15% 25% 30% bis 6 000 000: 19% 30% 30% bis 13 000 000: 23% 35% 50% bis 26 000 000: 27% 40% 50% über 26 000 000: 30% 43% 50% . (2) Ist im Falle des § 2 Absatz 1 Nummer 1 ein Teil des Vermögens der inländischen Besteuerung auf Grund eines Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung entzogen, ist die Steuer nach dem Steuersatz zu erheben, der für den ganzen Erwerb gelten würde. (3) Der Unterschied zwischen der Steuer, die sich bei Anwendung des Absatzes 1 ergibt, und der Steuer, die sich berechnen würde, wenn der Erwerb die letztvorhergehende Wertgrenze nicht überstiegen hätte, wird nur insoweit erhoben, als er a) bei einem Steuersatz bis zu 30 Prozent aus der Hälfte, b) bei einem Steuersatz über 30 Prozent aus drei Vierteln, des die Wertgrenze übersteigenden Betrags gedeckt werden kann.



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Auskunftsanspruch unter Miterben

Veröffentlicht von Rechtsanwalt Emrich

News >> Testament

 .....ein Mitglied der Erbengemeinschaft den Nachlass verwaltet, sei es als Beauftragter des Erblassers oder der übrigen Miterben gemäß § 662, sei es als Geschäftsführer ohne Auftrag gemäß §§ 667, 681 BGB.

 

In einer Entscheidung vom 20.08.2012 Az. 5 U 821/12 ( FamRZ 2013,976) hatte das OLG Koblenz zu prüfen, ob darüberhinaus unter Miterben ein allgemeiner Auskunftsanspruch aus § 242 BGB( Treu und Glauben) besteht. Ein solcher setzt, so das OLG Koblenz , nach gängiger Auffassung u.a. eine "Sonderbeziehung" zwischen Auskunftsbegehrendem und Auskunftsverpflichtetem voraus. Das Vorliegen einer solchen "Sonderbeziehung" lehnt das Gericht unter Berufung auf den BGH ( FamRZ 1989,377) ab.. Der BGH hatte damals ohne weitere Begründung behauptet, "das erbrechtliche Verhältnis der Parteien würde keine Sonderbeziehung begründen".

 

Diese Wertung des BGH wird in einem Beitrag von Prof. Dr. Martin Löhnig, Ravensburg angegriffen und betont, dass Miterben kraft Gesetzes zu einer Gesamthandsgemeinschaft und damit durch ein gesetzliches Schuldverhältnis miteinander verbunden sind, so dass ihre Rechtsbeziehungen sehr wohl den Grundsätzen von Treu und Glauben unterworfen sind. Allerdings - so Prof. Dr. Löhnig - kann aus § 242 BGB deshalb kein allgemeiner erbrechtlicher Auskunftsanspruch hergeleitet werden, weil der Gesetzgeber im Erbrecht grundsätzlich nur Informationsrechte mit ganz bestimmten Zielrichtungen vorgesehen hat. 

 

Entweder werden derartige Ansprüche Personen, die (noch) nicht Erbe sind, zum Schutz ihrer Interessen gegen den Erben eingreräumt, nämlich dem Pflichtteilsberechtigten, § 2314 BGB oder dem Nacherben gemäß den §§ 2121, 2127 BGB u.a., oder der Erbe hat derartige Ansprüche gegen Nichterben zur Aufklärung des Verbleibs von Nachlassgegenständen.

 

Diese, den Weg zu einem allgemeinen Auskunftsanspruch unter Miterben verschließende Wertung ist bei Anwendung des § 242 BGB zu beachten. 

 

Systemkonform hat aber demnach vor diesem Hintergrund bereits das Reichsgericht (RGZ 81,295) einen Auskunftsanspruch der Miterben untereinander angenommen, wenn ein Miterbe zu Lebzeiten des Erblassers künftige Nachlassgegenstände in Besitz genommen hat und diese den übrigen Miterben vorenthält, weil insbesondere eine Vergleichbarkeit mit der Regelung des § 2027 BGB vorliegen würde.

 

 

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