skip to content

Seit über 30 Jahren in Mannheim Anwaltskanzlei Emrich

Aktuelle Nachrichten

Bemessung des Verfahrenswertes in Scheidungssachen


Bei der Bestimmung des Verfahrenswertes für ein Scheidungsverfahren ist von dem 3-fachen zusamengerechneten Nettoeinkommen der Eheleute auszugehen, wobei für jedes minderjährige Kind monatlich ein Betrag von € 250,00 in Abzug zu bringen ist. Manche Gerichte rechnen dabei das staatliche Kindergeld allerdings dagegen. Weiterhin sind die Vermögensverhältnisse der Eheleute zu berücksichtigen. Von dem zusammengerechneten Vermögen der Eheleute setzt die Rechtsprechung aus Praktikablitätsgesichtspunkten einen Vomhundertsatz des um die Verbindlichkeiten bereinigten Vermögens der Ehegatten nach Abzug von Freibeträgen für die Ehegatten und die gemeinsamen minderjährigen Kinder an, derzeit 5% aus dem bereinigten Vermögen......

 

 

weiter lesen




<- ANFAHRT

 Technische Realisierung und  Fotografie: iQ-Medien.de

 Impressum

Düsseldorfer Tabelle 2012

Veröffentlicht von Administrator

News >> Kindesunterhalt

... Sie weist den monatlichen Unterhaltsbedarf, bezogen auf 2 unterhaltsberechtigte Personen, ohne Rücksicht auf deren Rang, aus. Von dem Tabellenbetrag ist der hälftige staatliche Kindergeldbetrag in Abzug zu bringen, wenn der andere Elternteil das staatliche Kindergeld bezieht, derzeit monatlich Eur 92,00. Bezieht der unterhaltspflichtige Elternteil das staatliche Kindergeld, ist die Hälfte des Kindergeldes als Zahlbetrag hinzuzurechnen. 

Bei einer größeren oder geringeren Anzahl unterhaltsberechtigter Personen können Ab- oder Zuschläge zu den Tabellenbeträgen vorgenommen werden und zwar durch Einstufung in die nächst niedrigere oder höhere Gruppe.

Dabei ist der Bedarfskontrollbetrag zu beachten. Dieser ist ab Gruppe 2 nicht identisch mit dem notwendigen Eigenbedarf. Er soll eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den unterhaltsberechtigten Kindern gewährleisten. Wird der Bedarfskontrollbetrag unter Berücksichtigung anderer Unterhaltspflichten unterschritten, ist der Tabellenbetrag der nächst niedrigeren Gruppe, deren Bedarfskontrollbetrag nicht unterschritten wird, anzusetzen.

 

Der notwendige Eigenbedarf (Selbstbehalt) gegenüber minderjährigen Kindern und gegenüber volljährigen Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die im Haushalt eines Elternteils leben und die noch in der allgemeinen Schulausbildung sind, beträgt beim erwerbstätigen Pflichtigen monatlich Eur 950,00, beim nicht erwerbstätigen Eur 770,00, worin eine angenommene Warmmiete von Eur 360,00 enthalten ist. Beträgt die zu zahlende Miete mehr oder weniger, kann eine Erhöhung oder Verringerung des Selbstbehaltes erfolgen. Letzteres insbesondere dann, wenn die Wohnung mit einer anderen Person bewohnt wird, die sich an der Miete zu beteiligen hat.

Der angemessene Eigenbedarf gegenüber volljährigen Kindern, die noch in der Ausbildung sind, beträgt Eur 1.150,00. Darin ist eine Warmmiete von Eur 450,00 enthalten.

Bei volljährigen Kindern, die noch im Haushalt eines Elternteils leben, bemisst sich der Unterhalt nach der 4. Altersstufe der DüDo-Tabelle.

Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden oder in einer Ausbildung befindlichen Kindes, das nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil lebt, beträgt in der Regel monatlich Eur 670,00. Hierin sind Kosten für ein Zimmer oder eine kleine Wohnung von Eur 280,00 Warmmiete enthalten. Wenn zu diesem Preis eine Wohnunterkunft an dem Studien- oder Ausbildungsort nicht zu erhalten ist, kann ein Zuschlag erfolgen.

Die Ausbildungsvergütung eines Kindes wird auf den Bedarf angerechnet, allerdings um Eur 90,00 monatlich (ausbildungsbedingte Mehrkosten) vorab zu kürzen.

In den Bedarfssätzen sind Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nicht enthalten.

Zurück