skip to content

Seit über 30 Jahren in Mannheim Anwaltskanzlei Emrich

Aktuelle Nachrichten

Bemessung des Verfahrenswertes in Scheidungssachen


Bei der Bestimmung des Verfahrenswertes für ein Scheidungsverfahren ist von dem 3-fachen zusamengerechneten Nettoeinkommen der Eheleute auszugehen, wobei für jedes minderjährige Kind monatlich ein Betrag von € 250,00 in Abzug zu bringen ist. Manche Gerichte rechnen dabei das staatliche Kindergeld allerdings dagegen. Weiterhin sind die Vermögensverhältnisse der Eheleute zu berücksichtigen. Von dem zusammengerechneten Vermögen der Eheleute setzt die Rechtsprechung aus Praktikablitätsgesichtspunkten einen Vomhundertsatz des um die Verbindlichkeiten bereinigten Vermögens der Ehegatten nach Abzug von Freibeträgen für die Ehegatten und die gemeinsamen minderjährigen Kinder an, derzeit 5% aus dem bereinigten Vermögen......

 

 

weiter lesen




<- ANFAHRT

 Technische Realisierung und  Fotografie: iQ-Medien.de

 Impressum

Wechselmodell - Residenzmodell

Veröffentlicht von Rechtsanwalt Emrich

News >> Sorgerecht
...Sorgerechtsstreitigkeiten ( ca. 3/4 ) und teilweise auch in Umgangsstreitverfahren (ca. 1/4 ) getroffen. Durch welche Kriterien wird nun ein Wechselmodell gekennzeichnet? 1. Wechselmodell bedeutet, dass die Kinder bei beiden Eltern ein Zuhause haben und sie sich ihren Alltag mit Kindergarten, Schule und Ausbildungsort - wenn sie dann noch minderjährig sind - sowie die Ferien und den Urlaub mit beiden Eltern teilen. 2. Bei beiden Eltern haben die Kinder wenn möglich ein eigenes Zimmer mit Bett, persönlichen Sachen, Kleidung u.s.w. 3. Auch zu Krankheitszeiten stehen die Eltern gleichberechtigt in der Verantwortung, wobei dabei sicherlich das Bedürfnis der Kinder, im Krankheitsfall von dem einen oder anderen Elternteil versorgt zu werden, die Hauptrolle spielen muss. 4. Beim Wechselmodell teilen sich die Eltern die Zeit mit ihren Kindern, wobei im besten Fall eine Regelung 50% : 50% durchgeführt werden sollte. Vereinzelt kann allerdings auch schon bei einem Verhältnis von 70% : 30% von einem sogenannten asymmetrischen Wechselmodell gesprochen werden, wenn die elterliche Verantwortung trotz des zeitlichen Unterschiedes paritätisch wahrgenommen wird. Das OLG Stuttgart hatte in seinem Beschluss vom 20.04.2004 Az. 18 UF 30/03 über den Antrag auf Ersetzung der Einwilligung in eine Sorgerechtserklärung durch die Mutter zu entscheiden. Der 11 - jährige Sohn war seit 8 Jahren erfolgreich im Wechselmodell betreut worden. Der Antrag des Vaters auf Mitsorge wurde abgelehnt mit der Begründung, die bestehenden Konflikte könnten sich bei gemeinsamer elterlicher Sorge verschärfen. Das Kammergericht Berlin dagegen hat in seinem Beschluss vom 21.02.2006 Az. 13 UF 115/05 den Antrag auf Alleinsorge der Mutter wegen "kleinlicher Streitigkeiten" mit dem Vater bei gleichzeitiger Fortsetzung des bisher gut funktionierenden Wechselmodell mit der Begründung abgelehnt, dass dadurch das Gleichgewicht in der bisherigen Erziehungspraxis verloren ginge und sich das Verhältnis auf der Elternebene verschlechtern würde, wodurch dann auch das Kindeswohl beeinträchtigt werden würde. Maßgebend ist allein das Kindeswohl. Aber genau in der gleichen Weise wie sich Eltern darüber streiten, was dem Kindeswohl am besten entspricht, sind sich die Gerichte uneins darüber, zumal eine klare gesetzliche Regelung zum Wechselmodell in Deutschland - anders als in anderen europäischen und außereuropäischen Ländern - nicht besteht Zurück